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Ortsgeschichte 1851 - 1874
- 1851
In Reichenbach wird die Braunkohleanlage in Gang gebracht.
- 1860
Anton Krause aus Reichenbach erhält die Konzession zur Fertigung und zum Verkauf selbstgefertigter
Zigarren.
Reichenbach hat 116 Einwohner in 20 Familien. Das sind 18 Privathäuser und 1 Gemeindehaus. Außerdem
15 Pferde und 87 Rinder. Es gibt vier Teiche in der Flur.
- 1861
Selingenstädt hat 78 Einwohner in 19 Familien. Der Ort pfarrt, begräbt und schult nach Dorna. Nur die sechs-
bis zehnjährigen Kinder besuchen die Schule in Großaga.
Lessen hat 134 Einwohner in 23 Privathäusern mit Scheunen. Der Ort besteht aus drei Gassen (Lang-,
Schlaf- und Hirtengasse). 24 Pferde, 141 Rinder und 400 Schafe. Der Ort pfarrt, begräbt und schult nach
Großaga. Es gibt sechs Teiche in der Flur.
- 1862
Gutsbesitzer Louis Hermann aus Reichenbach erhält die Konzession zum Bier- und Branntweinausschank
sowie die zur Verabreichung warmer Speisen.
Kirche zu Großaga um 1842
Peternell-Orgel in der Kirche zu Großaga
- 1863
Einbau einer Orgel durch Peternell in die Großagaer Kirche. Sie ist noch heute in Betrieb.
- 1866
Bau eines Gemeindehauses in Reichenbach.
- 1868
Alle Personen, die einen selbständigen Haushalt führen oder ein eigenes Geschäft betreiben, müssen auf
Antrag beim Gemeinderat das Bürgerrecht erwerben.
- 1869
Großaga hat eine Erholungsgesellschaft mit festen Mitgliedern. Sie organisieren Tanzabende,
Theatervorführungen und Konzerte. Im gleichen Jahr wird Gottlieb Löscher in Großaga als Nachtwächter
angestellt.
- 1872
Die Gemeinde kauft den Anger in Großaga von Ernst Erhardt. Die Schätzengesellschaft zu Großaga wird
gegründet.
- 1874
Erstmalige Erwähnung der Kleinagaer Windmühle. Aloine Leber aus Steinbrücken wird in Großaga
Hebamme.