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Ortsgeschichte 1790 - 1848
- 1790
Nach wechselvollen Besitzern wird das Rittergut Reichenbach an die Familie Andreas Wähler verkauft.
- 1791
In Großaga wohnen 457 Menschen und 190 in Kleinaga. 114 Personen leben in Lessen, 76 in Reichenbach
und in Seligenstädt 42.
- 1807
Einquartierung von französischen Dragonern im Ort. Sie zogen nach Leipzig weiter.
- 1811
Großfeuer im oberen Dorf von Kleinaga, welches 9 Bauerngüter in Schutt und Asche legte. Aus diesem Anlass
wurde die 1. Feuerspritze für Großaga angeschafft. Im Rahmen einer Spendenaktion.wurden 131 Taler, 17
Groschen und 8 Pfennige gesammelt. Es schloß sich kein Einwohner von Großaga aus.
- 1821
In Seligenstädt wird ein bedeutendes Braunkohlelager entdeckt und später durch das Anlegen eines
kostspieligen Stollen in Betrieb gebracht. Es ist das älteste Abbaugebiet Agas.
Gottlieb Wähler entdeckte in einem Wäldchen auf seinem
Grund und Boden in Reichenbach ebenfalls Braunkohle.
Kleinagaer Braunkohlewerk produziert bis 1864 Torfziegel
und Grobkohle. Es werden 80 bis 100 Arbeiter beschäftigt.
Jonathan Gotthold Thienemann ist Pfarrer in Aga.Von ihm
stammen die ersten Aufzeichnungen über das von Braun-
kohle in der Agaer Gegend.
- 1826
Die fürstliche Kammer kauft das Seligenstädter Rittergut.
Dadurch geht das Erb- und Leihrecht an die
Landherrschaft über.
- 1831
Im neuerbauten Spritzenhaus in Kleinaga steht für
Reichenbach, Selingenstädt und Aga eine Spritze.
- 1834
In Lessen wird ein neues Gemeindebrauhaus gebaut.
- 1842
Aga bekommt einen zweiten Lehrer. Unterrichtet werden
222 Kinder in drei Klassen.
- 1848
Ernst Christian Heinrich Saupe (Pfarrer) legt ein Familienregister im Pfarrarchiv an. Er berichtet auch über Einzelheiten
beim Braunkohleabbau. Unter ihm entsteht die 1. Schulbibliothek im reußischen Unterland.
Grube Martha